Von Dübendorf zu den Sternen: Auf dem alten Flugplatz wächst ein Zentrum für kommerzielle Raumfahrt heran

Von Dübendorf zu den Sternen: Auf dem alten Flugplatz wächst ein Zentrum für kommerzielle Raumfahrt heran

September 08, 2026


Parabelflüge und Forschung im Orbit an Bord der Internationalen Raumstation ISS – all das ist neu von Dübendorf aus möglich.

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh ist hell begeistert. Von einer «höchst erfreulichen» Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Zürich spricht die freisinnige Regierungsrätin.

Der Grund? Dübendorf, die «Wiege der Schweizer Luftfahrt», soll erneut Pionierin sein. Dort, wo 1910 der erste Flughafen des Landes eröffnet worden ist, ist erneut Grosses geplant: Vom alten Flugplatz aus soll der Weltraum erschlossen werden. Walker Späh spricht in einer Mitteilung von einer «europäischen Drehscheibe für die kommerzielle Raumfahrt», die am entstehen sei.
Am Center for Space and Aviation (CSA) sind dreizehn Institutionen angeschlossen, die Erfahrungen in der Luft- und Raumfahrt mitbringen. So etwa die Universitäten Zürich und St. Gallen sowie die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt.
Das Center wurde vor zwei Jahren gegründet – nun macht es aber einen grossen Schritt vorwärts. Seit dieser Woche sind in Dübendorf zwei Zugänge zur Schwerelosigkeit zusammengeführt worden: Parabelflüge und Forschung im Orbit an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Damit entwickle sich Dübendorf zum «europäischen Gateway» für die Raumfahrt, heisst es in einer Mitteilung. Man erhalte quasi direkten Zugang zur ISS, künftig auch zur neu geplanten Raumstation Starlab.
Das heisst konkret: Forscher, Start-ups und Unternehmen können in Dübendorf an einem einzigen Standort Technologien entwickeln, testen – auch mit einem Parabelflug – und dann dank internationalen Partnerschaften direkt in den niedrigen Erdorbit schicken. Dafür arbeite man etwa mit Space Florida zusammen.


Das CSA schreibt: «Dübendorf verbindet damit europäische Nutzerinnen und Nutzer mit zentraler Infrastruktur für orbitale Forschung und Starts auf beiden Seiten des Atlantiks.» Der Zugang zum All sei in Dübendorf ab sofort operativ und stehe nationalen wie internationalen Partnern offen.
Noch bis Freitag läuft in Dübendorf die mittlerweile achte Schweizer Parabelflugkampagne, die ebenfalls stark auf die Chancen der kommerziellen Raumfahrt ausgerichtet ist. Getestet werden in der Schwerelosigkeit etwa neue Hardware für Raumstationen und medizinische Geräte.

Bild: Pyotr Dubrov / Roscosmos

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Vom Flugplatz Dübendorf aus erhalten Forscher künftig Zugang zur Internationalen Raumstation ISS.