In Dübendorf entsteht ein europäisches Gateway zur 
kommerziellen Raumfahrt 

September 07, 2026


Zürich erhält direkten Zugang zur Internationalen Raumstation - und künftig zur Raumstation Starlab 

Das Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein (CSA) schafft auf dem Innovationspark Zürich einen durchgängigen Zugang von der Vorbereitung im Labor über Tests und Qualifikation im Parabelflug bis in den unteren Erdorbit. Gemeinsam mit internationalen Partnern in Europa und den USA bietet der Standort nun einen praxisnahen Weg für Forschung und Entwicklung an Bord der Internationalen Raumstation (ISS). Dazu gehören drei erste, in einem Auswahlverfahren vergebene und kostenfreie Experimentplätze, die das CSA und Starlab Space gemeinsam zur Verfügung stellen. Künftig umfasst dieser Zugang auch kommerzielle Raumstationen wie Starlab. 


Ab dem 7. September werden in Dübendorf zwei komplementäre Zugänge zur Mikrogravitation in einem gemeinsamen operativen Rahmen zusammengeführt: Parabelflüge und Forschung im Orbit an Bord der ISS. Der Start der 8. Swiss Parabolic Flight Campaign und der neue orbitale Zugang von CSA und Starlab verschaffen Zürich direkten Zugang zur Forschung im All und markieren einen wichtigen Schritt hin zu einem integrierten europäischen Zugang für die kommerzielle Nutzung der neuen Raumstationen. Zum Auftakt dieses Wegs von Dübendorf in den Orbit vergeben CSA und Starlab die ersten drei Experimentmöglichkeiten mit kostenfreiem Zugang zur ISS im Rahmen eines Auswahlverfahrens.

Aufbauend auf fast zwei Jahrzehnten Missionserfahrung entwickelt das CSA den Innovationspark Zürich gemeinsam mit der Stiftung Innovationspark Zürich zum bodengestützten Zentrum dieses Systems. Forschende, Start-ups und Unternehmen können an einem einzigen Standort Technologien entwickeln, testen und qualifizieren und anschliessend von der Qualifikation im Parabelflug zu Anwendungen im Orbit übergehen.

Internationale Partnerschaften eröffnen den direkten Zugang zu den nächsten Stufen dieses Wegs: das Royal Netherlands Aerospace Center (NLR) und Novespace für Parabelflüge, Starlab für Forschung im Orbit und künftige kommerzielle Aktivitäten im niedrigen Erdorbit sowie Space Florida für den Zugang zu Cape Canaveral und dem US-amerikanischen Spaceport System in Florida. Dübendorf verbindet damit europäische Nutzerinnen und Nutzer mit zentraler Infrastruktur für orbitale Forschung und Starts auf beiden Seiten des Atlantiks. Der Zugang zum All über das CSA auf dem Innovationspark Zürich ist ab sofort operativ und steht nationalen wie internationalen Partnern offen.

Dübendorf wird als europäisches Zentrum für die vorgelagerte Entwicklung und Missionsvorbereitung für orbitale Forschung und kommerzielle Aktivitäten im unteren Erdorbit ausgebaut. Gleichzeitig schafft die Infrastruktur vom CSA und der Universität Zürich in Florida eine operative Brücke zum US-amerikanischen Spaceport-System, sowohl für die heutige ISS-Ära als auch für den Übergang zu kommerziellen Raumstationen. Starlab, ein von den USA geführtes globales Joint Venture von Voyager Technologies, Airbus, Mitsubishi Corporation, MDA Space, Palantir Technologies und Space Applications Services, entwickelt eine Raumstation der nächsten Generation samt Ökosystem. Nach der Ausserbetriebnahme der ISS soll damit ein neuer Industriepark im unteren Erdorbit entstehen. Über das Starlab-Joint-Venture-Ökosystem können Kundinnen und Kunden bereits heute Forschung an Bord der ISS durchführen und zugleich einen direkten Weg zu Starlab aufbauen, sobald die Station in Betrieb geht.

«Seit vielen Jahren entwickeln und fliegen wir Experimente aus Dübendorf und unterstützen Missionen im unteren Erdorbit. Nun verbinden wir diese Kompetenzen zu einem integrierten Zugangssystem. Forschende und Unternehmen können hier ein Experiment entwickeln, im Parabelflug testen und qualifizieren und anschliessend für den Einsatz im Orbit vorbereiten. Die ISS ermöglicht bereits heute direkten Zugang zum Orbit; Starlab sichert die Kontinuität in die nächste Generation der Infrastruktur im unteren Erdorbit», sagt Prof. Oliver Ullrich, Vorstandsvorsitzender des CSA.

Bis Ende 2030 sollen das Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein (CSA) und die Stiftung Innovationspark Zürich diesen Zugang zu einem etablierten europäischen End-to-End-System ausbauen, das Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen offensteht. Das System verbindet bodengebundene Entwicklung, Flug- und Mikrogravitationsqualifikation, direkten Zugang zu Orbitalmissionen sowie eine transatlantische Brücke für Wirtschaft und Investitionen.

«Dank globalen Kooperationen des CSA entwickeln sich der Innovationspark Zürich und der Flugplatz Dübendorf zur europäischen Drehscheibe für die kommerzielle Raumfahrt und zum Zentrum für den Zugang zur ISS und zu neuen Raumstationen der Zukunft. Das ist für den Wirtschaftsstand Kanton Zürich höchst erfreulich», sagt Carmen Walker Späh, Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich. 


Ab 1. Oktober 2026: Kontaktieren Sie das CSA für Ihren Zugang zum All: 
www.spacevalley.ch/gateway 


Die Teilnahmebedingungen und Bewerbungsdetails für die ersten drei kostenfreien, im Auswahlverfahren vergebenen ISS-Experimentmöglichkeiten werden auf der Website von Starlab Space veröffentlicht: www.starlab-space.com.

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